Der Hausbau mit Keller bietet Vor- und Nachteile. Angehende  Bauherren sollten sich genau überlegen, ob sich die Investition für sie lohnt.

Viele Bauherren denken beim Thema Stauraum sofort an einen Keller. Endlich Platz für die Kleidung, alte Kindersachen, Weihnachtsdeko, Werkzeuge und Lebensmittel.

Hausbau ohne Keller? Nach einer Umfrage von BauInfoConsult ist das für mehr als die Hälfte der Befragten Bauinteressierten unvorstellbar. „Doch der Bau eines Kellers ist nicht ohne Risiko. Auch die Kosten dürfen nicht unterschätzt werden. Wer seinen Traum vom Keller erfüllen möchte, muss rund ein Drittel der Bausumme zusätzlich investieren“, gibt Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus zu bedenken.

Vorteile Keller

  • mehr Wohn- und Nutzfläche
  • Häuser mit Keller haben höheren Wiederverkaufswert
  • keine Bodenplatte notwendig

Nachteile Keller

  • deutliche Steigerung bei den Baukosten
  • Schäden bei eindringendem Wasser
  • Schimmelrisiko bei hoher Luftfeuchtigkeit

Tipps für den Hausbau mit Keller

Wer überlegt, einen Keller zu bauen, sollte die Kosten genau analysieren. Die Frage ist, ob der zusätzlich gewonnene Raum die Investition tatsächlich wert ist. „In Regionen, wo Grundstücke relativ klein und teuer sind, kann der Bau eines Kellers lohnen“, sagt Jürgen Dawo.

Grundvoraussetzung für den Hausbau mit Keller ist die Erstellung eines Bodengutachtens. Die Wasser- und Bodenverhältnisse entscheiden darüber, ob der Bau eines Kellers überhaupt möglich ist und wie der Keller gebaut werden muss. Auch können mit Hilfe des Bodengutachtens der notwendige Bodenaushub und eventuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenverhältnisse besser kalkuliert werden.

„Beim Bau eines Kellers ist eine qualitativ hochwertige Bauweise entscheidend. Die größten Risiken entstehen beim Mauerwerkskeller, deshalb baut Town & Country Haus ausschließlich Betonkeller“, betont Jürgen Dawo.

Keller ist nicht gleich Keller. Ein reiner Nutzkeller ist nicht beheizt und nur bedingt belüftet. Aus diesem Grund eignet er sich nicht als Wohnraum. Ein zusätzliches Gästezimmer kann hier nicht eingerichtet werden und auch für das Trocknen von Wäsche ist dieser nicht optimal. Ein Nutzkeller ist also tatsächlich ein reiner Lagerraum, beispielsweise für Fahrräder, Gartengeräte und Werkzeug.

Alternativen zum klassischen Keller

„Ist der Bau eines Kellers zur risikoreich oder reicht das Hausbau-Budget nicht aus, sollte auf einen Keller verzichtet werden. Es gibt genug Alternativen zum klassischen Keller“, sagt Dawo von Town & Country Haus.

So kann der Platz im Haus durch eine clevere Grundrissgestaltung optimal genutzt werden. Neben ausreichenden Stellflächen, zum Beispiel im Flur oder im Hausanschlussraum, kann eine Ankleide oder Abstellkammer eingeplant werden. Auch der Dachboden kann bei vielen Häusern als Lagerraum genutzt werden. Ein neuer Trend ist die Nutzung des Platzes unter der Treppe. Hier kann ein Einbauschrank oder auch eine kleine Arbeits- oder Bastelecke eingerichtet werden.

Eine spannende Alternative für die Lagerung von Lebensmitteln ist der Erdkeller im Garten. Vor der Erfindung des Kühlschranks war es üblich, Gemüse, Obst und Gertränke in „Erdlöchern“ zu lagern, da dort optimale Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse herrschen. Moderne Erdkeller werden als fertiges Modul geliefert und können auf einfache Art und Weise im Garten gebaut werden. Im Vergleich zum klassischen Keller sind Erdkeller eine kostengünstige Alternative für die Lagerung von Lebensmitteln oder für die Überwinterung von Gartenpflanzen.